Gastspiel-Hungerkünstler

Samstag, 10. Oktober 2026, 19.30 Uhr

August Theater

GASTSPIEL: CIE: FREAKS UND FREMDE, Dresden

EIN HUNGERKÜNSTLER von Franz Kafka

Spieldauer ca. 120 Minuten mit einer Pause

Theaterperformance mit Figuren und Musik

Es ist alles eine Frage des Appetits. Der eine giert nach Macht und Moneten, der andere nach Liebe, Luxus ein dritter nach dem Nichtstun oder stoischer Gelassenheit. Franz Kafkas Hungerkünstler will nichts von alledem, aber keiner soll behaupten, er giere nach gar nichts. Nein, er ist ehrgeizig, geradezu süchtig nach Ruhm, er will, dass die Menschen ihm bewundernd zuschauen, wenn er in seinem Käfig hungert. Eine Parabel auf die einsame Wahrheit des Künstlertums.
Die Tragödie dieses Künstlers ist nicht das Hungernmüssen aus bitterem Entbehren, denn er hat sich längst damit abgefunden, dass die Welt nicht nach seinem Geschmack ist. Seine Unzufriedenheit mit sich selbst rührt nur daher, dass ihm das Hungern so schrecklich leichtfällt. Sein wahres Drama ist das allmähliche Ausbleiben des Publikums. Er legt sich mächtig ins Zeug, um den Zuschauer an sich zu binden. Er muss an die Grenze gehen, an die Grenze des Lebens. Seine spektakuläre Erfahrung will er dem Publikum zum Fraß vorwerfen, es mit seinem Schauhungern nähren, hätscheln und verblüffen. Er ist ein Künstler und erst im Tod wird seine Kunst perfekt.
Im Zusammenwirken von Sprache, Puppenspielkunst und Musik widmet sich die Compagnie Freaks und Fremde dem Dilemma von Künstlern, die einerseits total frei sein und sich andererseits dem Kunstbetrieb anpassen sollen.
 

Franz Kafka dürfte sicher selbst noch Veranstaltungen des Schauhungerns erlebt haben, die zwischen am Ende des 19. und zu Beginn des 20.Jahrhunderts tatsächlich tausende Menschen anzogen. Der Wiener Stadtforscher und Historiker Peter Payer hat dazu ein kleines interessantes Buch verfasst: „Hungerkünstler. Eine verschwundene Attraktion“. Für das Magazin des Technischen Museums Wien hat er zudem einen Text dazu verfasst: „Absichtsvolles Nicht-Essen ist uns heute als psychische Krankheit oder als politische Manifestation geläufig. Dass Hungern einmal auch Teil der Unterhaltungskultur war, scheint rückblickend mehr als kurios. Wobei die Grenze zur Schwindelei sich bisweilen fließend darstellte. Eine historische Umschau mit Ausläufern fast bis zur Gegenwart. “ WEITERLESEN: https://www.technischesmuseum.at/tmw-zine/foodprints-zine/hungern_als_kunst

​​

​Das Team:

Künstlerische Leitung, Schauspiel, Puppenspiel: Sabine Köhler, Heiki Ikkola

Musik: Tobias Herzz Hallbauer

Technische Leitung und Lichtdesign: Josia Werth Tontechnik und technischer Support: Bernd Krakowsky


Ihre Buchung

Verfügbare Karten

Ticket-Typ Preis Plätze
Vollzahler 18,00 €
Ermäßigt 15,00 €

Registrierungsinformationen

Buchungsübersicht

Bitte wähle mindestens ein Platz aus, um mit deiner Buchung fortzufahren.
Zahlung mit PayPal Zahlung mittels SEPA-Lastschrift über PayPal Zahlung mittels Kredit- oder Debitkarten über PayPal

Sie können auch ohne PayPal-Account per Bankeinzug oder Kreditkarte zahlen.

Klicken Sie auf »Jetzt kostenpflichtig buchen«. Anschließend werden Sie zu PayPal weitergeleitet. Dann wählen Sie bitte den Knopf »Mit Kredit- oder Debitkarte zahlen«.

Samstag, 10. Oktober 2026, 19.30 Uhr

August Theater

  • Spielplanänderungen vorbehalten!
  • Freie Platzwahl.
  • Nach Beginn der Vorstellung ist kein Einlass möglich.
  • Kein Einlass für Babys und Kleinkinder unter drei Jahren.

Reservierungsanfrage für Gruppen