GASTSPIEL:
Sabine Mittelhammer, Compagnie HANDMAIDS, Guilers (Frankreich)
MATA HARI – das nackte Leben freier KünstlerInnen
Eine Solo-Inszenierung mit Schauspiel & Objekten für Erwachsene und Jugendliche ab 10 Jahren, ca. 80 Minuten ohne Pause.
Mata Hari: sagenumwobene Tänzerin, mysteriöse Doppel-Spionin und freiberufliche Künstlerin in Paris kurz vor dem 1. Weltkrieg. Ihr Größenwahn bescherte Mata Hari den Erfolg als Tänzerin und Verführerin – am Ende jedoch auch die Exekution durch ein 12-köpfiges Erschießungskommando.
Kann man als freie Künstlerin ohne den gewissen Größenwahn überhaupt überleben? Ein Stück über Mata Hari und die Lebensrealität freier Künstlerinnen, die sich und ihre Kunst nicht als Ware verstehen wollen, aber trotzdem als solche verkaufen müssen.
Spiel/Konzept: Sabine Mittelhammer
Regie: Tilla Kratochwil
Konzept/Sound: Florian Hawemann
Ausstattung: Verena Waldmüller
Fotografie: Verena Waldmüller, Compagnie HANDMAIDS
Hintergrund/Biographisches:
Mata Hari war in der Zeit vor und während des Ersten Weltkrieges als exotische Tänzerin und exzentrische Künstlerin berühmt. Wegen ihrer Spionagetätigkeit für Deutschland wurde sie am 25. Juli 1917 wegen Doppelspionage und Hochverrats von den Richtern eines französischen Militärgerichts zum Tod verurteilt und am 15. Oktober durch ein Erschießungskommando in Vincennes hingerichtet. Dabei war Mata Hari nie die raffinierte Doppelagentin, wie in dem Urteil von 1917 und späteren Darstellungen stilisiert – eher ein willkommenes Bauernopfer des französischen Militärgerichts, weil die Kriegsbegeisterung merklich nachließ und ein Sündenbock für die Niederlagen und Verluste hilfreich schien. Mata Hari trat im Spätherbst 1915 in den Dienst des deutschen Geheimdienstes und wurde im Folgejahr zusätzlich durch den französischen Geheimdienst für Aktivitäten gegen das Deutsche Reich angeworben. Aus den zeitgenössischen Akten des britischen Geheimdienstes Security Service, die am 21. Januar 1999 freigegeben wurden und nun in dem britischen Nationalarchiv öffentlich zugänglich sind, geht jedoch hervor, dass sie keine wesentlichen Geheimnisse verraten hat, weder an die Deutschen noch die Franzosen – sie verfügte nicht über die Kontakte in militärische oder kriegswichtige Bereiche. Aus der gegenwärtigen Quellenlage scheint es, als habe Mata Hari unter akuter Geldnot leidend am Ende ihrer Tanzkarriere mit einer kläglich-naiven, bedeutungslosen Informationstätigkeit ihr drohendes Schicksal, als Künstlerin in Vergessenheit zu geraten, abzuwenden versucht und dabei die Gefährlichkeit ihres Handelns nicht erkannt.
Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Mata_Hari




Historische Fotos von MATA HARI:
QUELLE: WIKIPEDIA https://de.wikipedia.org/wiki/Mata_Hari


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